Samstag, Juli 31, 2004

Welt ohne Werbung

Ich würde (wenn das möglich wäre) gerne einmal in eine Großstadt im Osten Europas reisen - und zwar in der Zeit vor dem Mauerfall und der Einigung - sozusagen prä-kapitalistisch.

Manchmal stelle ich mir nämlich vor, wie es wäre: Wenn man durch die Straßen läuft und nicht ständig der Blick auf irgend welche idiotischen Werbebilder und zweifelhafte Claims fallen würde. Obwohl das alles höchstens nebenher aufgenommen wird, denke ich, dass ich einen viel freieren Kopf hätte und mich gedanklich freier fühlen würde, in Ruhe gelassen.

Vergleichbar ist das mit einem Internet ohne Banner, Pop-Ups und -Unders oder Email ohne Spam. Leider ist das nur ein frommer Wunsch und ein Gedanken-Experiment und ebenso wie meine imaginäre Reise ins Budapest oder Prag der siebziger Jahre kaum zu realisieren. Aber man wird ja mal träumen dürfen!

Registrierung? Nein Danke!

"Nerv mich nicht", das denkt so mancher, wenn er einen Link von unserem Blog beispielsweise zum Online-Angebot der Welt der der NY-Times Anklickt und nach dem Anklicken die Meldung erhält, dass er zum Lesen dieses Beitrags erst einloggen müsse. Und wenn er noch keinen Login habe, sich nur kostenlos registrieren müsse. Denn so harmlos das klingt, so nervig ist es, nun erstmal einen Fragebogen ausfüllen und seine E-Mail-Adresse hinterlegen zu müssen. Wer schon länger im Web unterwegs ist, wird besonders misstrauisch, sich hier schon wieder einmal virtuell ausziehen zu müssen und je nach Magazin sein Haushaltseinkommen, seine Hobbys oder seine sexuellen Vorlieben hinterlegen zu müssen.

Jetzt gibt es Abhilfe von einer Webseite mit den Login-Daten für die gängigsten registrierungspflichtigen Online-Blätter.

update
: Einer der Mozilla-Entwickler hat bereits ein Mozilla-Plugin entwickelt, das automatisch geeignete Login-Daten auf "Bug me not" nachschlägt, sobald ein Login-Fenster erscheint. Plugin eignet sich nur für den Mozilla oder firefox Browser

Freitag, Juli 30, 2004

Zwei Links, dann immer geradeaus...

Wer nach und in Asien verreisen will, kann vorher bei Tales of Asia nachschauen, ob es andere Reisende gibt, die einschlägige Fehler stellvertretend für alle bereits gemacht haben oder Dinge empfehlen, die doch nicht im Lonely Planet zu finden sind. Nur Nanjing fehlt natürlich...

Wer lieber zu Hause bleibt und ein Problem mit seinem Rechner bekommt, sollte das Link-Verzeichnis von c´t konsultieren und zu manchen Lösungen erstmal das Problem finden.

Francis H.C. Crick (1916-2004)

Francis Crick, Mit-Entdecker der Helixstruktur der DNA, ist gestorben. Die Darstellung von ihm und James Watson aus dem Jahr 1953 ist bei nature nachzulesen oder als pdf runterzuladen.

Auch dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie eine grundlegende europäische Entdeckung und die darauf aufbauenden Erkenntnisse in den USA zum wirtschaftlichen Erfolg gemacht wurden.

Handy weist den Weg nach Mekka!

Hier ein sehr gutes Beispiel für Internationales (Produkt)Management in Zeiten der Globalisierung

Die südkoreanische Firma LG bringt in islamischen Staaten ein Handy heraus, das über einen eingebauten Kompass verfügt, mit dessen Hilfe ein "Mecca Indikcator" die jeweilige Richtung, in der sich die Stadt Mekka befindet, anzeigt. So wissen gläubige Moslems immer, in welche Richtung sie beten müssen. Damit es die korrekte Richtung, in der Mekka liegt, bestimmen kann, müssen die Anwender aus einer Liste mit 500 Städten auswählen, wo sie sich befinden. Zusätzlich informiert das Gerät fünfmal am Tag über die obligatorischen Gebetszeiten.

mal ehrlich wäre euch diese Idee eingefallen? Vielleicht erklärt dieser Einfallsreichtum der asiatischen Mobilfunkhersteller warum sie jedes Jahr Nokia, Siemens und Motorola Markanteile abringen.

Mittwoch, Juli 28, 2004

Tratschen hat für die Menschheit das Lausen ersetzt

Auch als gewissenhafter Blogger muss man sich immer dazu anhalten, nicht aus dem Tratschen zu geraten, denn das hat einen nachgewiesenen sozialen Nutzen. Auch werden wir ab 150 Lesern den Zugang zu unserem Blog mit einem Passwort versehenen. Warum? - Das ist in diesem Artikel zu lesen (mit Dank an Madeleine).

Dabei möchte ich die Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, dass auch ich den Tratsch entgegen anderer Annahme stets nur als ein den sozialen Zusammenhalt fördernes Kommunikationsinstrument eingesetzt habe (ist ja klar).

Und diese Regeln präg in dein Gedächtnis.

Da wir uns auch den schönen Künsten und des Lebens Meisterung verpflichtet fühlen: Heute aus dem Hause Shakespeare ein kleiner Monolog Polonius´, 1. Aufzug, 3. Szene. Anlass ist der schon ein paar Wochen zurückliegende Besuch der gefälligen Aufführung des Stückes "Hamlet" am Nationaltheater Mannheim mit Jürgen Holtz in mehrfacher Besetzung; an ihm lies das ausgewiesene Theater-Fachblatt "basta" kein gutes Haar (Vgl. basta, Nr. 82 / Juli 2004, S. 24), mir jedoch hat´s im Großen und Ganzen ganz gut gefallen.

Neben nützlichen Tips für den Alltag werden auch Exkurse in das interkulturelle Management und die Makroökonomik geboten: Wohl bekomm´s!

"Und diese Regeln präg in dein Gedächtnis.
Gib den Gedanken, die Du hegst, nicht Deine Zunge,
Noch einem ungebührlichen die Tat.
Leutselig sei, doch keineswegs gemein.
Dem Freund, der dein und dessen Wahl erprobt,
Mit ehrnen Haken klammr´ ihn an Dein Herz.
Doch härte deine Hand nicht durch Begrüßung
Vor jedem neugeheckten Bruder. Hüte Dich,
in Händel zu geraten; bist Du drin:
Führ sie, dass sich dein Feind vor dir mag hüten.
Dein Ohr leih jedem, wen´gen deine Stimme;
Nimm Rat von allen, aber spar dein Urteil.
Die Kleidung kostbar, wie´s dein Beutel kann,
Doch nicht ins Grillenhafte; reich, nicht bunt:
Denn es verkündigt oft die Tracht den Mann,
Und die vom ersten Rang und Stand in Frankreich
Sind darin ausgesucht und edler Sitte.
Kein Borger sei und auch Verleiher nicht;
Sich und den Feind verliert das Darlehn oft,
Und Borgen stumpft der Wirtschaft Spitze ab.
Dies über alles: sei dir selber treu,
Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage,
Du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.
Leb wohl! mein Segen fördre dies an dir!"

Dienstag, Juli 27, 2004

Die falschen Stempel im Pass

24 Stunden in US-Haft, sechs Stunden wiederholte Verhöre durch die Grenzpolizei, Schlafentzug, Misshandlungen. Paul-Emile Dupret, der belgische Staatangehörige und außenpolitische Berater im Europäischen Parlament war mit einer Gruppe von EU-Abgeordneten der Fraktion der Vereinigten Linken/ Nordische Grüne Linke auf dem Rückweg aus der nicaraguanischen Hauptstadt Managua nach Madrid. Sein Vergehen: In dem Reisepass befanden sich mehrere Stempel und Visa aus Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Kuba, Venezuela Kolumbien oder Ecuador. Zudem fanden Grenzbeamte in Miami während der Verhöre in seinem Gepäck ein Buch, in dessen Umschlaginnenseite eine Widmung und die persönliche Visitenkarte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez klebte, wurden die Fragen gezielter. Ob er sich mit Hugo Chávez in Venezuela und mit Fidel Castro in Kuba getroffen habe?


Genießen Solche Leute eigentlich nicht diplomatische Immunität? Diplomaten Gepäck darf eigentlich nach der Wiener Konvention nicht von Behörden im Gastland durchsucht werden.

Ein normaler Umgang mit internationalen Fluggästen im Jahr drei des so genannten Kampfes gegen den Terrorismus?

Gott sein Dank bin ich unter die Sonderregelungen der Bundesregierung für die Doppeltestaasbürgerschaft gefallen, so dass meine Iran-Reisen nicht in meinem deutschen Pass dokumentiert werden. Sonst könnte ich wohl für die nächsten Jahre von einer USA-Reise bzw. irgendwelchen Zwischenstopps auf US-Flughäfen absehen.

Willkommen in der neuen Weltordnung…

Ein bisschen am Strand rumhängen

Worauf wir seit spätestens 1974 alle warten, ist nun in Islamorada, Florida Keys endlich Realität geworden: Junge Leute hängen an Fleischerhaken...in diesem Fall aber zum Spaß.

Meine Prognose: In zehn Jahren sicherlich im Langnese-Spot zu sehen. Erste Reaktion im Pretest dieses Beitrags: Vor zehn Jahren waren auch Piercings undenkbar!

Hier der Artikel.

Abschließende Frage: Was wäre eine passende und einprägsame Bezeichnung für diese Aktivität?

Montag, Juli 26, 2004

Noch mehr Business Blogs

Da uns zurzeit, aufgrund von Klausuren und Diplomarbeiten offensichtlich die Lust zum Bloggen fehlt, habe ich hier mal eine paar interessante Business Blogs für euch zusammengetragen.


: Jonathan Schwartz , President und COO des US-Unternehmens Sun Microsystems Inc., bloggt hier auf dieser Seite.

: Eines der bekanntesten Business Weblogs wird von den Analysten bei Jupiter Research betrieben. Hier geht es zu den verschiedenen blogs der Mitarbeiter.

: Google hat einen Corporate Blog eingeführt, das unter folgendem Motto steht:

"Insight into the news, technology, and culture of Google"
Im Google Blog geben die Mitarbeiter des Suchmaschinenanbieters einen Einblick in die eigene Unternehmenskultur.

Freitag, Juli 23, 2004

Überwachung im Netz nimmt weltweit zu

Die Überwachung im Netz nimmt weltweit zu und dies sowohl in totalitären Staaten wie auch in Demokratien. Das stellt der neue Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen fest. Den vollständigen englischsprachigen Bericht könnt Ihr unter www.internet.rsf.org herunterladen.

:Die Beurteilung Deutschlands finden ihr hier.


:Die nicht so gute aber interessante Beurteilung für Iran findet ihr hier

: Besonders Stefan D. empfehle ich die Beurteilung für die USA durchzulesen. Da reichen wohl die ein paar Business-Bücher in der Amazon-Liste nicht mehr aus…Gruß.

Donnerstag, Juli 22, 2004

Links

Flower of the East

Ich hatte euch ja schon von der deutschen Investition auf der iranischen Insel Kish berichtet. Hier habe ich die Seite der Projektorganisation gefunden. Ich kann nur sagen: Dubai kann einpacken. Für die korrekte Anzeige der Seite braucht euer Browser den Flash Plug-in!!

BBDO Bloggt

Da Blogs sich immer mehr als Marketinginstrument, zur internen und externen Kommunikation, in den Unternehmen durchsetzen. Hat nun in USA die nächste Stufe dieser Entwicklung eingesetzt. Jetzt fangen einzelne Unternehmensvertreter an persönlich zu Bloggen. Hier der persönliche Blog von Oliver Hoffmann, CEO bei BBDO USA.


Das ist ein Nerd

One day I decided to scan in the notes from all the courses I took at MIT, in my four years there 1995-1999. Perhaps some of them will be of use to.

Hier geht es zu seinem Archiv.


Mittwoch, Juli 21, 2004

So schmeckt der Sommer!

Bevor ich mit der vorläufigen Auswertung meiner ersten Umfrage an die Öffentlichkeit gehe - noch schnell ein Meinungsbild für den gerade begonnenen Sommer:













Wenn Du Mode-König(in) von Deutschland wärst: Was würdest Du am liebsten sofort verbieten?
Ironische Trucker-Mützen.
BHs mit durchsichtigen Plastik-Trägern (wg. Top).
Shirts mit Aufruck "Jamaica" oder "Brazil".
Flip-Flops mit Absatz.
Hochgeklappter Polo-Kragen.
Find ich echt alles vertretbar.


  

Free polls from Pollhost.com

Dienstag, Juli 20, 2004

Tech. Neuigkeiten

Napster jetzt ganz legal an US-Universitäten

Damit die Universitätsleitungen verschiedner amerikanischer Hochschulen nicht weiter ins Visier der mächtigen Musikindustrie (RIAA) geraten, weil sie über ihre Netze Filesharing erlauben, haben einige von Ihnen einen interessanten Weg eingeschlagen: Sie schließen mit Napster Kooperationsverträge.

Nach der Penn State University hat der Online-Musikdienst Napster nun auch mit University of Rochester im Bundesstaat New York und George Washington University einen Vertrag abgeschlossen.

Das Angebot von Napster für die Studenten beinhaltet kostenlose Streaming von Musikstücken. Die Studenten wiederum kritisieren, dass sie zwar die Musik kostenlos hören dürfen, aber 99 Cent je Lied bezahlen müssen, wenn sie es auf CD brennen oder auf einen MP3-Player überspielen wollen. Was die Universitäten an dieser Kooperationsgemeinschaft verdienen wurde bisher nicht bekannt gegeben.


Weitere kostenlose Angebote von Google

Gerade erst hat Google den Spezialisten für Management von Digitalfotos Picasa übernommen. Daraus folgt nun, dass die bislang nicht frei erhältliche Windows-Software des Unternehmens kostenlos erhältlich ist. Die Software Picasa 1.6 sorgt nach Angaben des Unternehmens dafür, dass Bilder automatisch von der Digitalkamera auf die Festplatte des Computers übertragen werden. Außerdem sollen die Fotografien geordnet und leicht wiederfindbar seien. Integriert ist eine Druckfunktion sowie eine, mit der sich Slideshows erstellen lassen.

Google hatte Picasa für einen nicht genannten Betrag übernommen. Das Unternehmen hatte bereits seit Mai mit Googles Blogger-Service zusammengearbeitet, damit über den Dienst Fotos einfach veröffentlicht werden können. Die Technik soll Google weiterhin ermöglichen, Dienste zur Verwaltung von Fotos per Internet anzubieten.

Montag, Juli 19, 2004

Luxusgüter-Marketing

Carola führt eine Online-Befragung im Rahmen ihrer Diplomarbeit durch ("Einstellung zur Werbung von Luxusgüterherstellern vs. Konsumgüterherstellern am Beispiel Mode") und freut sich über eine möglichst breite Datenbasis. Wenn ihr ca. 15 Minuten Zeit habt, könnt ihr hier teilnehmen und - na klar - es gibt auch was zu gewinnen.

Habt ihr Fragen? Unter dieser Adresse ist sie rund um die Uhr erreichbar.

Samstag, Juli 17, 2004

Informations-Monopol

Wie dem einen oder anderen vielleicht schon aufgefallen ist, neige ich nicht dazu, Verschwörung und undurchsichtige Motive auch der größeren Konzerne zu wittern. Aber bei Google bin ich zumindest etwas nachdenklich geworden.

Google ist das Informationsportal, welches Internet-Nutzer zuerst und in den meisten Fällen ansteuern. Daher ist ein Anbieter von Informationen nur dann erfolgreich, wenn er bei Google möglichst weit vorne aufgeführt wird (für den Fall New York Times siehe diesen Artikel).

Darüber hinaus hat das Unternehmen aber auch seine Finger im persönlichen Informationsaustausch via Gmail und in der zwischenmenschlichen Kontaktknüpfung via Orkut, einer sogenannten ´social software´.

Wenn man sich das aufmalt, wird man feststellen, dass ein Diagramm der Möglichkeiten des Informationsaustausches und die strategische Aufstellung der Geschäftsfelder von Google nahezu kongruent sind.

PS Blogger - unser Host - gehört natürlich auch dazu, wie ich erinnert wurde.

Wir sind das Volk!

Den Spruch mag niemand mehr hören.

Aber ist es eigentlich beunruhigend, dass die Menschen, die hier in Deutschland leben, jetzt nur noch als "Volk" angesprochen werden, wenn es bei BILD um das Verkloppen von Foto-Druckern, Schuhen u.a. geht (siehe linke Navigationsleiste)?

Oder eben nicht...?

Freitag, Juli 16, 2004

Der Körper als Kraftwerk


Nein, es geht hier nicht um die diesjährige Fleischerfachmesse, wie man aus dem Bild schließen könnte, sondern darum was ein Mensch alles im Stande zu leisten ist. In dem hier verlinkten Artikel wird dargestellt was der Körper eines Teilnehmers der "Tour de France" alles leisten kann bzw. muss.
Fande den Bericht sehr interessant und denke, dass jeder überrascht sein wird zu welcher Leistung wir theroetisch im Stande sind. Also lesen und staunen.
Domi

Dienstag, Juli 13, 2004

Waffenexporte verhindern die Entwicklung

Die waffenexportierenden Länder berücksichtigen nach einem Bericht von Oxfam die Folgen ihrer Geschäfte auf die nachhaltige Entwicklung eines Empfängerlandes nicht, auch wenn sie dies versprochen haben

Weltweit werden 900 Milliarden Dollar jährlich für Waffen ausgegeben, aber nur 50 oder 60 Milliarden für Entwicklungshilfe. Die Nennung eines solchen Ungleichgewichts ist eine Mahnung, die zwar fruchtlos sein wird, aber doch notwendig bleibt, um daran zu erinnern, dass Waffen, die der Sicherheit dienen sollen, Armut befördern, die wiederum Grundlage für Konflikte ist. In dem Bericht Gewehre oder Wachstum mahnt die britische Hilfsorganisation Oxfam vor allem die reichen, waffenexportierenden Länder, die Waffenexportgesetze auch wirklich einzuhalten und zu berücksichtigen, welche Auswirkungen Waffenexporte auf die Entwicklung haben.



Burma, Burundi, Eritrea, Oman, Pakistan und Syrien geben beispielsweise mehr für Waffen als für Ausbildung und medizinische Versorgung aus.

Schon gweusst? Die fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und, allen voran, die USA) liefern 90 Prozent dieser Waffen!

Irgendwie grotesk wenn man bedenkt, dass der Sicherheitsrat für den Frieden in der Welt verantwortlich sein soll.

MP3 Blogs

Im Laufe der Zeit spezialisieren sich auch die Blogs - aus meiner Sicht eine interessante Entwicklung: MP3 Blogs. Da ich seit gestern ein Fan bin, hier meine beiden Favoriten: Royal Music und Soul Sides.

Der Sinn? Gemäß O-Dub:

"Audioblogs help service musical areas that most people don't know about. Posting up Nirvana songs - unless it's some bootleg of a concert from 1989 - is not exactly spreading the word on the obscure. Aim for songs or artists or genres that are off-the-radar. It's not about obscurity as it is about exposure. There's nothing wrong with posting up a popular song, but ideally, your blog shouldn't resemble the Billboard Hot 100 or a mixtape only a hardcore trainspotter can appreciate."

Ich hoffe, an den entsprechenden Stellen (z.B. RIAA) wird dies als Gelegenheit angesehen, den Umsatz zu steigern - und nicht wieder versucht, mittels Klagen und Drohungen den freien Austausch zu behindern und Sympathien zu zerstören. Grundsätzlich ist doch jeder bereit, für Musik zu zahlen, wenn sie gut ist (siehe der Erfolg des iTunes Stores).

Samstag, Juli 10, 2004

Iran jetzt zweitgrößter Ölstaat

Nach dem der Iran nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt hält, ist man inzwischen auf dem Ölsektor, nach der Entdeckung neuer Lagerstätten, hinter Saudi-Arabien das Land mit dem zweitgrößten Ölvorräte der Welt.
Der Iran verfügt derzeit über sichere Rohölvorräte von 132 Milliarden Barrel. Bislang werden bei der Opec die gesicherten Vorräte Irans mit 99,08 Milliarden Barrel (ein Barrel sind knapp 159 Liter) angegeben. Saudi-Arabien hat 262,79 Milliarden Barrel und der Irak 115 Milliarden Barrel. [via Reuters]

Bei einer solchen Nachricht weiß man nicht ob man sich für das Land freuen sollte oder nicht!
Denn die einfache Art und Weise durch Öl und andere Rohstoffe Geld zu „verdienen“, führt dazu, dass wichtige wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Reformern in diesen Ländern nicht forciert werden. Dies könnte mit ein Grund darstellen warum diese Länder wirtschaftlich und politisch in vielen Bereichen hinter her hinken - obwohl genug potenzial vorhanden ist.

Eine andere Nebenwirkung ist, dass man stärker ins Visier der amerikanischen Politik gerät. Das kann bei einigen Länder gut, siehe z.B. Kaspische Staaten in Zentral Asien oder aber auch wie im Irak schlecht, verlaufen.

Wer mehr zum Thema Öl und Geopolitik erfahren will, empfehle ich den von Pulitzerpreis gekröntem Buch von: Daniel Yergin – The Prize

Freitag, Juli 09, 2004

Mannheimer BWL-Idiomatik

Heute wieder ein Thema mitten aus dem Leben. Hält man sich - so wie wir - über eine längere Zeit in einem sehr fokussierten Umfeld auf, hört und spricht man manche Sätze immer wieder. Irgendwann freut man sich auch darauf, dass man sie nicht mehr hören oder sprechen muss.

Allerdings habe ich mir versichern lassen, dass sich daran nie grundlegend was ändern wird. Höchstens small-talkt man in einer anderen Sprache oder der Inhalt erfährt leichte Anpassung an die neuen Umstände.

Sei´s drum: Zu guter Letzt hier meine All-Time Floskel-Hitliste, mit der man noch immer ein kleines Gespräch im BI in Gang setzen konnte. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, sondern im Gegenteil zur freien Ergänzung ermuntert. Die Reihenfolge sagt nichts aus - sie ließe sich aber in einem erneuten Voting ermitteln...:

1. Und was machst Du so in den Semesterferien?
2. Wie viele Praktika hast Du schon gemacht?
3. Kommst Du mit in die Mensa?
4. Hast Du noch Karten für den Schneckenhof?
5. Welche Klausuren schreibst Du dieses Semester?
6. Hast Du bei Homburg oder bei Bauer?
7. Warst Du schon im Ausland?
8. Was meinst Du was drankommt?
9. Die Ergebnisse sind draußen!
10. Naja, Hauptsache bestanden.

Und als Bonus noch der große Abturn:

11. Ich hab morgen B1.


Wäre interessant, wie diese Liste von euch aussieht, die ihr nicht BWL in Mannheim studiert!

Donnerstag, Juli 08, 2004

Fahrenheit 911

Michael Moore sagt: "I don't agree with copyright laws, and I don't have a problem with people downloading the movie and sharing it...as long as they're not trying to make a profit off my labor.... I make these movies and books and TV shows because I want things to change, and so the more people who get to see them, the better."

Wer ihn beim Wort nehmen und sich den Film runterladen möchte, kann dies hier tun, solange das noch möglich ist.

Update: Der Download funktioniert gerade nicht; wahrscheinlich auf Grund der großen Nachfrage. Man wird es später versuchen müssen...

Mittwoch, Juli 07, 2004

Warum ich Opera benutze

Opera hat Version 7.52 des gleichnamigen Browsers zum Download bereitgestellt. Die Version ist auf der Homepage verfügbar.
Das Release behebt zwei Sicherheitslücken -- darunter das letzte Woche bei diversen Browsern bekannt gewordene Problem, mit dem Angreifer Frames manipulieren und damit beispielsweise Inhalte einer Online-Banking-Seite ändern können. Mit Opera 7.52 funktioniert der Trick nicht mehr.

Das zweite Sicherheitsproblem ermöglichte es Angreifern, die Adresse eines Links zu verschleiern. Datenphisher könnten diesen Fehler ausnutzen, um Surfer vermeintlich vertrauenswürdige Sites vorzugaukeln und sensitive Daten wie Passwörter auszuspähen.

gibt es auch überigens für den Mac ;)

Polo-Voting

Ich habe bei der Voting-Box (s.u.) eine Funktion eingefügt, so dass der interessierte Leser sich das aktuelle Ergebnis anschauen kann.

Hier noch ein Anschauungs-Exemplar (Bonus-Quiz: Wer ist das? Preis: nach Verfügbarkeit und Ermessen des Autors):



Weil Jan und Woy so gut Bescheid wussten, gibt´s zur Belohnung die Single von Common´s bald erscheinendem Album - natürlich Feat. Kanye West: The Food

Dienstag, Juli 06, 2004

Sicherheit vor Entrepreneurship

Deutschland ist eben kein Gründerland. Auf Platz 17 von 31 untersuchten Staaten steht Deutschland im Global Entrepreneurship Monitor (GEM). 35 von 1000 Deutschen haben sich im vergangenen Jahr selbstständig gemacht. In Indien waren es 179 von 1000, in den USA 113, in Irland 86, in der Schweiz 73, in Großbritannien 60 und in Polen 44. Ohne Ich-AGs, oft Notgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus, wäre die deutsche Quote noch geringer. [via FTD]

Dass der Weg steinig ist, zeigt der Beitrag am Beispiel von drei nominierten Unternehmen für den diesjährigen Gründerpreis "StartUp": IIP Technologies GmbH, promeos GmbH und ZANOX.de AG.

Selbstständigkeit hat in diesem Land keine große Tradition, Sicherheit dagegen schon.
Fragt man meine Kommilitonen an der „Elite Uni-Mannheim“, sprechen zwar alle gerne vom Gründen, aber wenn es darum geht Risiken auf sich zu nehmen und mehrere tausend Euro zu investieren, fallen sie alle um, und gehen Lieber zu BCG, KMPG, BASF und wie sie alle heißen.

Übrigens suche ich noch Gesellschafter für unser hipes Fashion-Projekt mit sehr viel Potenzial; D-Side!

Europa, USA und das Internet

Standards wie html und mp3 wurden in Europa - genauer England und Deutschland - erfunden. Die lizenzfreie Nutzung des Internet ist möglich, weil weltweit Server mit Linux und nicht Microsoft laufen. Trotzdem fallen einem zuerst amerikanische Anwendungen ein, wenn man an Internet denkt: Google, amazon, etc.

Warum ist Europa so innovativ in der Entwicklung grundlegender Technologien und Standards, aber relativ erfolglos, wenn es um deren Anwendung und Vermarktung geht? Nach Antworten sucht dieser Essay.

Samstag, Juli 03, 2004

Anti-Spam

Das Problem: Wenn man sich bei einem (seriösen) Service oder Informationsdienst im Netz anmelden will, wird die Email-Adresse verlangt, an die eine Bestätigungsmail gesendet wird. Das weitere Problem: Dies ist eine Quelle, durch die Spammer aktive Email-Adressen beziehen.

Um dies zu vermeiden, bietet Jetable "Wegschmeiss"-Adressen an, die nur so lange gültig sind, wie man es wünscht - beispielsweise 24 Stunden. So lange werden alle Nachrichten an das normale Konto weitergeitet. Ich find´s recht praktisch und nützlich.

Update: Für Anonymität als Betreiber eines Webservers sorgt safeurl.

Copy, Adjust & Paste

In der Gestaltung von Plattencovern ging wohl so manchem Designer die Idee aus. Demonfuzz hat auf seiner Internetseite mal die ein oder andere Hülle gegenübergestellt, und man glaubt es kaum. Da könnte man doch wirklich meinen, dass das kein Zufall mehr sein kann ...Und da wundert sich die Musikindustrie wieso keiner mehr ihre Platten kauft!!!



Übrigens kann man hier unter Creative Common Lizenz das ebook MIX, BURN & RIP herunterladen (Im Laden kostet es um die 15 euro). Der Autor zeigt die Gründe auf warum die Musikindustrie ihre Situation selbst verschuldet hat. Der Autor hat auch seinen eigenen (Web)Blog zu diesem Thema.