Dienstag, Juli 13, 2004

Waffenexporte verhindern die Entwicklung

Die waffenexportierenden Länder berücksichtigen nach einem Bericht von Oxfam die Folgen ihrer Geschäfte auf die nachhaltige Entwicklung eines Empfängerlandes nicht, auch wenn sie dies versprochen haben

Weltweit werden 900 Milliarden Dollar jährlich für Waffen ausgegeben, aber nur 50 oder 60 Milliarden für Entwicklungshilfe. Die Nennung eines solchen Ungleichgewichts ist eine Mahnung, die zwar fruchtlos sein wird, aber doch notwendig bleibt, um daran zu erinnern, dass Waffen, die der Sicherheit dienen sollen, Armut befördern, die wiederum Grundlage für Konflikte ist. In dem Bericht Gewehre oder Wachstum mahnt die britische Hilfsorganisation Oxfam vor allem die reichen, waffenexportierenden Länder, die Waffenexportgesetze auch wirklich einzuhalten und zu berücksichtigen, welche Auswirkungen Waffenexporte auf die Entwicklung haben.



Burma, Burundi, Eritrea, Oman, Pakistan und Syrien geben beispielsweise mehr für Waffen als für Ausbildung und medizinische Versorgung aus.

Schon gweusst? Die fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und, allen voran, die USA) liefern 90 Prozent dieser Waffen!

Irgendwie grotesk wenn man bedenkt, dass der Sicherheitsrat für den Frieden in der Welt verantwortlich sein soll.

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