Dienstag, Juli 27, 2004

Die falschen Stempel im Pass

24 Stunden in US-Haft, sechs Stunden wiederholte Verhöre durch die Grenzpolizei, Schlafentzug, Misshandlungen. Paul-Emile Dupret, der belgische Staatangehörige und außenpolitische Berater im Europäischen Parlament war mit einer Gruppe von EU-Abgeordneten der Fraktion der Vereinigten Linken/ Nordische Grüne Linke auf dem Rückweg aus der nicaraguanischen Hauptstadt Managua nach Madrid. Sein Vergehen: In dem Reisepass befanden sich mehrere Stempel und Visa aus Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Kuba, Venezuela Kolumbien oder Ecuador. Zudem fanden Grenzbeamte in Miami während der Verhöre in seinem Gepäck ein Buch, in dessen Umschlaginnenseite eine Widmung und die persönliche Visitenkarte des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez klebte, wurden die Fragen gezielter. Ob er sich mit Hugo Chávez in Venezuela und mit Fidel Castro in Kuba getroffen habe?


Genießen Solche Leute eigentlich nicht diplomatische Immunität? Diplomaten Gepäck darf eigentlich nach der Wiener Konvention nicht von Behörden im Gastland durchsucht werden.

Ein normaler Umgang mit internationalen Fluggästen im Jahr drei des so genannten Kampfes gegen den Terrorismus?

Gott sein Dank bin ich unter die Sonderregelungen der Bundesregierung für die Doppeltestaasbürgerschaft gefallen, so dass meine Iran-Reisen nicht in meinem deutschen Pass dokumentiert werden. Sonst könnte ich wohl für die nächsten Jahre von einer USA-Reise bzw. irgendwelchen Zwischenstopps auf US-Flughäfen absehen.

Willkommen in der neuen Weltordnung…

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